Deutschland, das Migrationsland

Deutschland wäre heute nicht das, was es ohne die vielen kulturellen Bereicherungen durch den steten Strom an Zuwanderern wäre. Über Generationen hinweg prägen Migranten die Gesellschaft. Viele der damals zugewanderten Gastarbeiter blieben für immer und Asylsuchende und Spätaussiedler sind Teil unseres Gesamtbildes. In dieser heterogen Gesellschaft stellt sich teilweise in politischen Debatten die Frage, ob man Deutschland als Einwanderungsland sehen sollten. Sachverständige bezeichnen die Bundesrepublik Deutschland als Mitte zwischen Ein- und Auswanderungsland, denn statistisch gesehen halten sich im 21. Jahrhundert in Deutschland Zu- und Abwanderung die Waage. Erst seit 2010 gewinnt die Zahl der Einwanderern wieder die Oberhand. Bei den aus Deutschland abwandernden Bürgern handelt es sich zum größten Teil um junge, überdurchschnittlich gut ausgebildete Fachkräfte, die im Ausland die Chance auf eine attraktive Karriere suchen. Mit den vielen Zuwanderern aus den mittlerweile verschiedensten Herkunftsländern entsteht ein interessanter Mix und beweist Deutschlands Offenheit und Toleranz anderen Kulturen und Religionen gegenüber. Was aber auch zu Problemen führt, denn nicht jeder Bürger der Bundesrepublik ist gegenüber ihnen unbekannten Kulturen aufgeschlossen. Außerdem haben viele Zuwanderer keine oder mangelnde Bildung und es fällt ihnen schwer bei uns Anschluss zu finden. Oft führt dies zu Gewalt oder kriminellen Erscheinungen vor allem bei Jugendlichen, deren Eltern noch im Herkunftsland leben, weil deren Nachzug noch nicht genehmigt wurde oder finanziell nicht tragbar ist.

German educationDas deutsche Bildungssystem gilt als eines der erfolgreichsten Europas und macht somit auch die teurer ausgebildeten Facharbeiter attraktiv für Arbeitgeber weltweit. Dennoch bekommt nicht jeder in Deutschland wohnende Bürger die Möglichkeit auf Bildung und einen Arbeitsplatz. Der Anteil an Erwerbslosen in der Bundesrepublik teilt sich unverhältnismäßig auf deutschgebürtige und im Ausland geborene Bürger auf. Auch was den Schulabschluss betrifft, liegt der Anteil der Bürger ohne Abschluss bei den Zugewanderten deutlich höher während immer mehr hochqualifizierte deutschgebürtige Einwohner den Fokus auf das Ausland legen und eine Abwanderung in Erwägung ziehen.