- Wahrung des Gesichts
- Spezieller, vor allem im asiatischen Kulturraum bedeutsamer Kulturstandard. Zentrale Bestandteile dieses Norm gebenden kulturellen Konzepts sind die Furcht vor Situationen, in denen die an einer Interaktion Beteiligten Gefahr laufen, Würde und Glaubwürdigkeit zu verlieren, und die Höflichkeit, solche (Konflikt-)Situationen zu vermeiden.
- Warenbörse
- Im Gegensatz zu Wertpapierbörsen (Wertpapiere und Derivate) vorwiegend Marktveranstaltung für landwirtschaftliche Produkte und Bergbau-Produkte, aber auch für Finanzinstrumente und Währungen (z.B. Commodity Exchange, Board of Trade, Future Exchange, Metal Exchange, Mercantile Exchange).
- Warentransport-Versicherung
- Versichert Transportgüter gegen Verlust und Beschädigung bei Transporten zu Lande, auf Binnengewässern und in Luftfahrzeugen.
- Warenzeichen
- Zeichen zur Kennzeichnung von Produkten: Mit einer Fabrik-, Handels- bzw. Schutzmarke oder einem Handelszeichen ?markiert? bzw. kennzeichnet ein Gewerbetreibender eine Ware, die er herstellt oder vertreibt, um deren Echtheit zu gewährleisten. In Deutschland erlangt ein Warenzeichen Zeichenschutz, wenn es in die beim Deutschen Patentamt geführte sog. Warenzeichenrolle eingetragen wird. Seit 1979 können auch Dienstleistungen geschützt werden (durch eine Dienstleistungsmarke). Ein Warenzeichen schützt zehn Jahre lang, beginnend mit der Anmeldung.
- Warschauer Pakt
- Am 14.5.1955 in Warschau gegründetes, 1985 für 20 weitere Jahre bestätigtes und am 1.7.1991 in Prag aufgelöstes Bündnis der kommunistischen Staaten Europas. Unter ?Führung? der UdSSR vereinbarten Albanien (Austritt 1968), Bulgarien, DDR, Polen, Rumänien, Ungarn und die Tschechoslowakei, sich bei Fragen von gemeinsamen Interesse gegenseitig zu konsultieren und im Falle eines Angriffs militärischen Beistand zu leisten.
- Warschauer Vertrag
- Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Polen am 7.12.1970 unterzeichnet (und am 3.6.1972 ratifiziert). Darin erkannte Deutschland die Oder-/Neiße-Linie als westliche Staatsgrenze Polens an. Dieser Vertrag war, als Teil der Strategie ?Wandel durch Annäherung?, eine wesentliche Voraussetzung dafür, die unmittelbare Konfrontation zwischen Warschauer Pakt und ®NATO Schritt für Schritt zu beenden.
- Wasser-Ressourcen
- Zunehmend knappes Gut, das zu den bislang weitgehend verkannten Problemfeldern des globalen Umweltschutzes zählt.
- Wasserfall-Strategie
- Sukzessiver Markteintritt in verschiedene Ländermärkte (® Markteintrittsstrategien). Beginnend mit Ländermärkten, die dem Management überproportional vertraut sind oder die aus anderen Gründen als besonders risikoarm bzw. chancenreich gelten, werden in dem Maße, wie Commitment und internationale Erfahrung wachsen, auch fremdartige, risikoreiche und psychisch-kulturell distante Märkte erschlossen.
- Währung
- Gesetzliches Zahlungsmittel eines Landes oder, im Falle der gemeinsamen Währung Euro, einer Gemeinschaft von Ländern.
- Währungsanker
- Währung eines Landes, an der sich die Währungen aller anderen Teilnehmerländer eines Währungssystems zu orientieren haben.
- Währungskredit
- Kredit in fremder Währung, der dem Risiko-Management dient. Häufig spricht man auch von Fremdwährungskredit. Hat ein Unternehmen in der gleichen Fremdwährung Zahlungseingänge und -ausgänge, so kann es mit Hilfe eines entsprechenden Währungskredits das Wechselkursrisiko vermeiden.
- Währungspolitik
- Umfasst, als Teilgebiet der Wirtschaftspolitik, Analysen und Entscheidungen im Bereich des Wechselkurssystems, der Gestaltung des internationalen Zahlungs- und Kapitalverkehrs sowie der Institutionen der internationalen Währungspolitik.
- Währungsreserve
- Wird von der Zentralbank eines Landes vor allem zur Sicherung der internationalen Zahlungsfähigkeit der jeweiligen Volkswirtschaft vorgehalten, zunehmend seltener auch, um am Devisenmarkt intervenieren zu können. Von der Bruttowährungsreserve ist die Nettowährungsreserve zu unterscheiden. Die auch als ?Währungsreserve i.e.S.? bezeichnete Kennzahl ergibt sich, wenn man von der Bruttowährungsreserve die Auslandsverbindlichkeiten eines Landes abzieht.
- Wechselkurs
- Gibt den Außenwert einer Währung an, d.h. den in ausländischen Währungseinheiten ausgedrückten Gegenwert einer bestimmten Menge einheimischer Währungseinheiten. Umgangssprachlich formuliert dies der Preis, den man entrichten muss, wenn man eine Fremdwährung kaufen möchte.
- Wechselkursrisiko
- Ist insb. Exportgeschäften immanent und kann direkt durch Devisentermingeschäfte und indirekt durch Direktinvestitionen sowie die Globalisierung der Unternehmenstätigkeit wesentlich gemindert werden.
- Welt-Exportquote
- Anteil der Summe der weltweit getätigten Exporte am summierten Bruttoinlandsprodukt aller Länder.
- Weltbank
- Besteht streng genommen nur aus der International Bank for Reconstruction and Development (IBRD) und der International Development Association (IDA) der Weltbankgruppe. Im Jahr 2001 hatte dies 183 Mitglieder (= Länder).
- Weltbild
- Umfassende Vorstellung ?von der Welt?. Maßgeblich dafür sind u.a. Struktur und Erkenntnisse von Geistes- und Naturwissenschaften. Im Zuge der Aufklärung und vor dem Hintergrund der großen Entdeckungen und Erfindungen haben die Europäer ein tendenziell mechanistisches Weltbild entwickelt, während dieses in vielen außereuropäischen Kulturen animistisch ist.
- Weltbild, marxistisches
- Ist geprägt von der Auffassung, dass Klassenunterschiede und -konflikte maßgeblich für den Verlauf der Weltgeschichte sind.
- Welthandel
- Gesamtheit des Austauschs von Waren und Dienstleistungen zwischen allen Ländern und Regionen.
- Welthandels-Nationen
- Unscharfe Bezeichnung für die Länder mit der höchsten Export-/Import-Intensität entsprechend den internationalen Handelsstatistiken des International Monetary Fund).
- Welthandelskampagne
- Zusammenschluss von deutschen Nicht-Regierungsorganisationen und Verbänden, die sich kritisch mit den Bedingungen des Welthandels auseinandersetzen. Die Welthandelskampagne will einer breiten Öffentlichkeit komplexe handelspolitische Sachverhalte zugänglich machen.
- Weltmarke
- Traditionelle Bezeichnung für eine 'global brand'. Kelz versteht darunter ?ein prägnantes, in seinem Entscheidungsbild weltweit weitgehend einheitliches Erzeugnis mit weltweit hoher, in vielen Fällen jedoch höchster symbolischen Wirkung im Sinne einer überragenden Verkehrsgeltung und -wertschätzung bei den Verwendern, die zu einem entsprechend hohen Markenanteil und einer entsprechend intensiven Markentreue in den Ländern, in denen die Marke distribuiert wird, führt, aber auch eine Bekanntheit und Wertschätzung in jenen Märkten zur Folge hat, auf denen die Marke nicht selbst vertreten ist oder sein kann.
- WeltMarketing
- 'Von den Anhängern des generischen Marketing-Konzepts vertretene Auffassung, dass Marketing, unabhängig von der Art der Unternehmensumwelt (national, international, interkulturell etc.) die generell gültige Unternehmensstrategie sei.
- Weltmarkt
- Fiktive Gesamtheit aller freien Märkte, auf denen Güter gehandelt werden, die jeweils in unterschiedlichen Märkten produziert und ver- bzw. gebraucht werden.