- Validierung
- Statistisches Verfahren, das die Gültigkeit einer Messung sicherstellt. Neben der Konstruktvalidität sind die inhaltliche Validität sowie die Kriteriumsvalidität ('predictive validity' und 'concurrent validity') von besonderer Bedeutung.
- Verbraucherboykott
- beschreibt das Phänomen, dass Personen oder Gruppen versuchen, ihre Ziele dadurch zu erreichen, dass sie Konsumenten dazu bewegen, die Produkte eines bestimmten Unter-nehmens nicht mehr zu kaufen. Die Produktentscheidung orientiert sich somit nicht mehr nur an der Bedürfnisbefriedung des einzelnen Konsumenten. Vielmehr trifft der Konsument seine Kaufentscheidung politisch motiviert und wählt Produkte gezielt aus.
- Verbraucherpreisindex, harmonisierter
- Wird, anders als der Verbraucherpreisindex (VPI) für Deutschland, in allen Mitgliedsländern der Europäischen Union nach einem einheitlichen Verfahren berechnet. Während der den nationalen Preisindices zugrunde liegende Warenkorb die jeweiligen nationalen Ge- und Verbrauchsgewohnheiten berücksichtigt, wird beim HVPI bewusst auf diese Anpassung verzichtet, um für die Europäische Union und die Europäische Währungsunion einen einheitlichen und damit vergleichbaren Verbraucherpreisindex zur Verfügung zu haben.
- Verbraucherstreik
- beschreibt das Phänomen, dass Personen oder Gruppen versuchen, ihre Ziele dadurch zu erreichen, dass sie Konsumenten dazu bewegen, die Produkte eines bestimmten Unter-nehmens nicht mehr zu kaufen. Die Produktentscheidung orientiert sich somit nicht mehr nur an der Bedürfnisbefriedung des einzelnen Konsumenten. Vielmehr trifft der Konsument seine Kaufentscheidung politisch motiviert und wählt Produkte gezielt aus.
- Vergeltungszoll
- wird als Reaktion auf den Schutzzoll eines anderen Landes bzw. einer Wirtschaftsunion erhoben. Diese Spielart des Protektionismus kann leicht eskalieren, bis hin zum ?Wirtschaftskrieg?. Diese auch als Retorsionszoll oder Kampfzoll bezeichnete Außenhandelsstrategie ist gemäß dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) nur dann zulässig, wenn das betreffende Land durch den Schutzzoll erhebliche Nachteile in Kauf nehmen muss (Zollarten).
- Verhaltenskodex
- Leitsätze, welche internationale moralische Standards für erwünschtes Verhalten kodifizieren (d.h. verbindlich formulieren und in einem Regelwerk zusammenfassen).
- Verkehrssprache
- Ermöglicht es innerhalb eines bestimmten Gebietes Angehörigen verschiedener Sprachgemeinschaften, miteinander zu kommunizieren.
- Vermögensmarktkurve
- Beschreibt jene Wechselkurs- und Produktionskombinationen, bei denen sich der inländische Geldmarkt und der Devisenmarkt in einem Gleichgewichtszustand befinden (Devisen). Die Vermögensmarktkurve wird auch als AA-Kurve bezeichnet.
- Verrechnungspreise
- Ermöglichen es Multinationalen Unternehmen, ihre weltweiten Steuerzahlungen zu minimieren. Hierzu werden die konzerninternen Verrechnungspreise für Vorleistungen, die unternehmensintern aus einem Niedrigsteuer-Land bezogen werden, ?möglichst hoch? angesetzt (so hoch, dass sie bei einer Steuerprüfung gerade noch akzeptiert werden können).
- Versandzollstelle
- Hauptzollamt des Zollbezirks, in dem der Exporteur seinen Firmensitz hat.
- Vertrag
- Begründen im westlichen Rechtsverständnis einen Zug um Zug-Vorgang, im traditionellen fernöstlichen Rechtsverständnis hingegen eher die Bereitschaft zur Anbahnung eines Vertrauensverhältnisses.
- Vertrag über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens
- Von Australien, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Japan, Nordkorea, Niederlande, Schweiz, Südkorea, Russland, den USA und einigen anderen Staaten vereinbartes multinationales Abkommen. Dessen Ziel ist es, durch technische Dienstleistungen, wechselseitige Unterstützung und Standardisierung der Vorgehensweise die Einreichung, Identifikation und Prüfung von Patentersuchen in den Mitgliedsländern zu vereinfachen.
- Virtuelles Unternehmen
- Spezifische Form des inter-organisationalen Netzwerks. Dabei schließen sich Unternehmen zusammen, um gemeinsam am Markt aufzutreten. Ein Unternehmen übernimmt meist die Führung und hat die Aufgabe, die Leistungen der anderen zusammenzuführen. Da jeder Partner seine Kernkompetenzen einbringt, entsteht theoretisch ein ?Spitzen-Unternehmen auf Zeit? (M. Kutschker & S. Schmid).
- Volk
- Ursprünglich ?Heerhaufen? oder ?Kriegsschar?, der ?folgt?. Im täglichen Leben bezeichnete dieser Begriff ?Gesinde? oder ?Hausgemeinschaft?. Später meinte man damit Menschen, welche durch ihre gemeinsame Herkunft, Geschichte, ® Kultur und ® Sprache einander verbunden sind und dadurch eine Gesamtheit bilden.
- Volksgeist
- Nach J. G. Herder besondere, schöpferische Quelle der Entwicklung verschiedener Völker. Ausgehend von diesen Überlegungen wurde im späten 19. und im frühen 20. Jahrhundert die Völkerpsychologie formuliert.
- Voraus-Urteil
- Vermutlich begrifflicher ?Vorläufer? des Vorurteils, dessen etymologische Herkunft - anders als z.B. beim Stereotyp - nicht eindeutig geklärt ist. Allerdings verweisen bereits die Gebrüder Grimm in ihrem Deutschen Wörterbuch auf das ?Voraus-Urteil?. Dieser Begriff stamme aus dem Gerichtswesen und bedeute ?vorgefasstes, irriges Urteil?. Häufig wird das Voraus-Urteil im Vergleich zum Vorurteil als weniger emotional verankert und damit als leichter revidierbar angesehen.
- Völkerbund
- Internationale Organisation, 1920 als Reaktion auf die Gräuel des Ersten Weltkrieges (Graben-/Stellungskrieg, Giftgas, 'tanks') zur Sicherung des Weltfriedens gegründet. Der letztlich weitgehend erfolglose Völkerbund wurde 1946 von den Vereinten Nationen abgelöst.
- Völkerrecht
- International verbindliches, insb. zwischenstaatliches Recht. Es versucht, die Beziehungen der Staaten untereinander auf Basis eines ?Recht-schaffenden Konsenses? zu regeln (Friedens- und Kriegsrecht,-1,1,curdate(),62,curdate(),62,1); denn anders als das jeweilige nationale Recht ist das Völkerrecht nur bedingt durch Sanktionen durchsetzbar. Es besteht aus vertraglich und durch Gewohnheitsrecht begründeten Rechtsgrundsätzen (z.B. ?Freiheit der Meere?) und geht von der souveränen Gleichheit der einzelnen Staaten aus.
- Völkertafel
- Gemälde, das um 1700 im süddeutschen Sprachraum entstanden ist und die damals dort virulenten Ansichten über den Nationalcharakter der Völker Europas in teils bildhafter, teils tabellarischer Form darstellt.