- Para-verbale Kommunikation
- ?Neben? der verbalen Kommunikation eingesetzte, diese teils begleitende, teils ergänzende kommunikative Signale (entsprechend der Wortbedeutung des Präfix 'para'). Im Bereich der schriftlichen visuellen Kommunikation zählen hierzu: Typographie, Interpunktion, Schreibweise oder die Anordnung von Bildelementen. Lautstärke, Stimmlage und Tonhöhe sowie Sprechrhythmus, Pausen oder Sprechgeschwindigkeit sind demgegenüber para-verbale Signale der mündlich-akustischen Kommunikation.
- Paradigmenwechsel
- Übergang von dem zu einer bestimmten Zeit etablierten Denksystem zu einer anderen ?Art und Weise, die Welt zu betrachten und zu erklären?. Voraussetzung dafür ist, dass das neue Paradigma neuen Erfahrungen und wissenschaftlichen Entdeckungen besser Rechnung trägt als das alte Paradigma.
- Parallel-Gesellschaften
- Entstehen, wenn Zuwanderer nicht danach streben, sich in die bestehende Gesellschaft einzugliedern.
- Parallelgeschäft
- Variante des Kompensationsgeschäfts, deren Besonderheit darin besteht, dass formal getrennte Waren-Devisengeschäfte gleichzeitig abgeschlossen werden. Obwohl es bei keinem der Beteiligten zu einem Nettozufluss an Nominalgütern kommt, sind Parallelgeschäfte, anders als Bartergeschäfte, von Externen nicht als Kompensationsgeschäft zu erkennen. Deshalb ist es möglich, für sie als scheinbar normales Waren-Devisengeschäft eine Exportkreditversicherung abzuschließen.
- Parallelimport
- Unterlaufen von (Allein-)Vertriebsverträgen durch den vom Hersteller nicht autorisierten Import von Gütern.
- Pariser Vertrag
- Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Als erster der Europäischen Verträge wurde der Pariser Vertrag 1951 in Paris geschlossen.
- Patent
- Schutzrecht für eine (neue) Erfindung, die gewerblich verwertbar ist. Voraussetzung für die Erteilung eines Patents sind u.a. ein technischer Charakter der Erfindung, Ausführbarkeit, Wiederholbarkeit, Nützlichkeit und Vorliegen einer erfinderischen Tätigkeit.
- Patent, internationales
- Wird bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) angemeldet. Derzeit gehören 91 Vertragsstaaten dem Patent Cooperation Treaty (PCT) an.
- Paternalismus
- Im positiven Sinn eine väterliche, fürsorgliche Grundeinstellung, im negativen Wortsinn bevormundend.
- Patriot
- Ein Bürger, der sein gesamtes Denken und Handeln dem Wohl seines Landes widmet (frz. patriote = Vaterlandsfreund). Diese Form des demokratischen Patriotismus steht im Gegensatz zur mehr oder minder erzwungenen Loyalität gegenüber dem Potentaten. Patriotismus, als eine primär konstruktive Form der (begeisterten) Vaterlandsliebe, degenerierte im Verbund mit dem Nationalismus zum blinden ?wright or wrong: my country?.
- Patronatserklärung
- Besagt, dass die Muttergesellschaft (= Patron) davon billigend Kenntnis genommen hat, dass eine Tochtergesellschaft eine Verbindlichkeit eingegangen ist (z.B. Kreditaufnahme). Es handelt sich dabei insofern um eine atypische Sicherheit, als die Patronatserklärung, anders als bspw. die Bürgschaft, keine Zahlungsverpflichtung.
- PDI
- Abkürzung für 'power distance index'. Der Index der Akzeptanz von Machtdistanz repräsentiert eine der vier (bzw. fünf) Dimensionen der Hofstede-Kulturstudie.
- Phasenmodelle der Internationalisierung
- 'Gehen von der Beobachtung aus, dass bestimmte Muster der Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit nicht zufällig auftreten. Vielmehr lassen sich sog. Internationalisierungspfade erkennen, wenn man die dabei zu fällenden Entscheidungen u.a. hinsichtlich Fristigkeit, Umfang, Kapitalbindung oder Risiko systematisiert und in eine sachlogisch und zeitlich strukturierte Abfolge bringt.
- Plagiat
- Widerrechtliche Übernahme und Verbreitung von fremdem geistigen Eigentum; bewusste Verletzung des Urheberrechts (Marken- und Produktpiraterie).
- Poldermodell
- In den Niederlanden in den neunziger Jahren entwickelter Ansatz, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Volkswirtschaft zu bewahren bzw. wiederzugewinnen. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um einen im Konsens zwischen den verschiedenen sozialen bzw. politischen Kräften des Landes vereinbarten Mix aus Arbeitszeitverkürzung, Lohnzurückhaltung und Begrenzung der Staatsausgaben.
- Popper-Kriterium
- Das Popper-Kriterium der Falsifizierbarkeit besagt, dass wissenschaftliche Aussagen so formuliert werden müssen, dass sie prinzipiell an der Realität scheitern können, d.h. im empirischen Test verworfen werden können. Nicht-falsifizierbare Aussagen sind wissenschaftlich wertlos, da sie nicht überprüft werden können.
- Portfolioinvestition
- Langfristiger, von Renditezielen geleiteter internationaler Kapitalverkehr, vor allem in Gestalt des Kaufs von ausländischen Wertpapieren und Unternehmensanteilen. Anders als bei einer Direktinvestition zielt die Portfolioinvestition nicht darauf, auf Strategie oder Politik des kapitalnehmenden ausländischen Unternehmens Einfluss zu nehmen.
- Prädestinationslehre
- Bereits aufgrund des Glaubens an die absolute Souveränität Gottes begründetes Erwähltsein oder Verworfensein des Menschen.
- Präferenzzoll
- Vorzugszoll, den zwei oder mehr Länder vereinbaren und der geringer ist als der Zoll, der für entsprechende Ware, die von anderen Ländern eingeführt wird, zu entrichten ist. Die Mitgliedsländer einer Präferenzzone gewähren sich gegenseitig handelspolitische Vorzugsbehandlungen, was zugleich eine Diskriminierung der Nicht-Mitgliedsländer bedeutet.
- Präsenz, internationale
- Intensität des Auslandsengagements (und nicht das Auslandsengagement an sich,-1,1,curdate(),62,curdate(),62,1); d.h. die Präsenz internationaler Unternehmenstätigkeit ist quantitativ und nicht qualitativ definiert.
- Preisgleitklausel
- Vertraglich vereinbarte Anpassung eines zu bezahlenden Preises an die Entwicklung eines Referenzwertes.
- Produktpiraterie
- Planmäßige, gezielte und massenhafte Verletzung von Schutzrechten.
- Produktsicherheitsgesetz
- Gesetz zur Regelung der Sicherheitsanforderungen an Produkte und zum Schutz der CE-Kennzeichnung
- Produktzyklustheorie
- Erklärt zum einen vor allem den Handel mit neuen entwickelten (?innovativen?) Industrieprodukten. Zum anderen ist sie in der Lage, den Strukturwandel im Welthandel zu erklären.
- Prohibitivzoll
- Wird im Gegensatz zu den qualitativ bestimmten Zollarten quantitativ definiert: als jene Zollbelastung, die dafür sorgt, dass der (unerwünschte) Import des zu verzollenden Gutes zum Erliegen kommt.