- E Trade-Center
- Bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) angesiedelt. Die zentrale Geschäftskontaktbörse im Internet ermöglicht es den Unternehmen, weltweit Geschäftsbeziehungen zu recherchieren. Neben den Kontakt-Datenbanken der elf so genannten Premiumpartner erschließt das E Trade-Center dank der Vernetzung mit iXPOS die Angebote aller 59 Akteure des ?Serviceverbunds Außenwirtschaft?.
- E-Commerce
- Bezeichnet, eng gefasst, den elektronischen Handel und im weiteren Sinn jede Form elektronisch unterstützter Geschäftstätigkeit (E-Business).
- E-Government
- Strategie, (öffentliche) Verwaltungen durch elektronisch unterstützte ?Prozesse? (d.h. Verwaltungsabläufe) effizienter zu gestalten.
- EASA-System
- Dieses System der grenzüberschreitenden Beschwerden verfolgt das gleiche Ziel wie das Herkunftslandprinzip. Werbung, die in mehreren Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verbreitet wird, soll nur den gesetzlichen oder sonstigen Vorgaben eines Landes entsprechen müssen. Konkret bedeutet dies, dass Medienwerbung die Regeln jenes Landes zu befolgen hat, in dem der Werbeträger erscheint.
- Economic and Financial Council
- Rat der Finanzminister der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (ECOFINS).
- Economic Commission for Europe
- Erste, 1947 gegründete regionale Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen (für Europa). Anfänglich, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, verfolgte die in Genf ansässige ECE vor allem das Ziel des Wiederaufbaus Europas. Später stand die Koordinationsfunktion zwischen West- und Osteuropa bzw. zwischen der Europäischen Union und den MOE-Staaten sowie den GUS-Staaten im Mittelpunkt der Aufgaben.
- Economic Freedom Index
- Vom Fraser Institute, Vancouver, entwickelte Maßzahl der wirtschaftlichen Freiheit.
- ECOSOC
- Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (= Economic and Social Council).
- Effektivität
- Meint den Umstand, dass ein (Unternehmens-)Ziel erreicht wurde bzw. werden muss, unabhängig von Art und Ausmaß der hierzu eingesetzten Mittel.
- Effektivzoll
- Berücksichtigt, anders als die traditionelle Theorie (Nominalzoll-Konzept), auch die Auswirkungen von Zöllen auf die importierten Vorleistungen. Dadurch lässt sich feststellen, wie groß das Ausmaß des ?zollinduzierten Schutzes? einer Industrie ist. Dieser Effekt schwindet in dem Maße, wie Zollabgaben die importierten Vorleistungen verteuern.
- Effizienz
- Kriterium, das dem für eine Wirtschaftswissenschaft zentralen Knappheitsgedanken Rechnung trägt. Dieses Kriterium erfasst, ob ein Ziel erreicht wurde, ohne die dafür notwendigen Produktionsfaktoren zu verschwenden (= technische Effizienz). Die Mikroökonomie spricht von ökonomischer Effizienz, wenn eine bestimmte Menge an Gütern zu den geringst möglichen Kosten hergestellt wird.
- Eigenkapital
- Die finanziellen Mittel, die Eigentümer ihrem Unternehmen ohne zeitliche Begrenzung zur Verfügung stellen. Dies geschieht zunächst bei der Unternehmensgründung durch eine entsprechende Einlage. Im weiteren Verlauf der Geschäftstätigkeit steht eine Vielzahl von Optionen zur Verfügung, die Eigenkapitalquote zu erhöhen (z.B. Erhöhung der Kapitaleinlagen der Gesellschafter, Aufnahme neuer Gesellschafter oder Gewinneinbehalt).
- Einfuhrabgaben
- Indirekte Steuern, die auf Importe erhoben werden.
- Einfuhrerklärung
- Ist gemäß § 18 AWV vor der Einfuhr genehmigungsfreier Ware mit Hilfe der Anlage E1 zur Außenwirtschaftsverordnung (AWV) bei dem Bundesamt für Wirtschaft (BAM) bzw. dem Bundesamt für Ernährung und Forstwirtschaft einzureichen. Die von einem dieser Bundesämter abgestempelte Einfuhrerklärung ist bei der Einfuhr der betreffenden Ware bei der Zollstelle vorzulegen. Dadurch soll es möglich sein, ungewöhnliche Entwicklungen bei der Einfuhr genehmigungsfreier Ware frühzeitig zu entdecken.
- Einfuhrgenehmigung
- Ist gemäß § 30 Außenwirtschaftsverordnung (AWV) für solche Waren beim Bundesamt für Wirtschaft (BAW) nach Anlage E3 zu beantragen, die Spalte 4 der Einfuhrliste als genehmigungspflichtig ausweist. Für landwirtschaftliche Erzeugnisse sind entsprechend das Bundesamt für Ernährung und Forstwirtschaft (BEF) oder die Bundesanstalt für Landwirtschaft zuständig.
- Einfuhrkontingent
- Schutz inländischer Anbieter durch Beschränkung der Einfuhr konkurrierender ausländischer Erzeugnisse für einen festgelegten Zeitraum. Beim Mengenkontingent besteht die Begrenzung in einer Höchstmenge, beim Wertkontingent in einem maximalen Einfuhrwert. Einfuhrkontingente können in Handelsverträgen mit einzelnen Ländern (Länderkontingent) oder Ländergruppen (Globalkontingent) definiert werden.
- Einfuhrliste
- Führt solche Waren auf, deren Einfuhr genehmigungsfrei bzw. genehmigungsbedürftig ist. Diese Anlage des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) besteht aus drei Teilen: I = Anwendungsvorschriften, II = Länderliste und III = Warenliste.
- Einheitliche Europäische Akte
- Basiert auf der feierlichen Deklaration zur Europäischen Union (EU). Die Einheitliche Europäische Akte (EEA) ist die erst umfassende Änderung und Ergänzung der Gemeinschaftsverfassung seit Unterzeichnung der Römischen Verträge. Übergeordnetes Ziel des im Februar 1986 von den Außenministern der Europäischen Gemeinschaft (EG) unterzeichneten und 1987 in Kraft gesetzten Vertragswerks war die Umwandlung der EG in die EU.
- Einheitspapier
- Standardisierter Satz von acht Formularen mit insgesamt 54 Angaben, die seit dem 1.1.1988 EG- und später EU-weit bei der Einfuhr bzw. Ausfuhr auszufüllen sind.
- Einheitspreis
- Extremform der Standardisierung der Preis- und Konditionenpolitik (nicht nur) im Internationalen Marketing. Neben marketing-spezifischen Überlegungen (bspw. Kaufkraft, nutzenorientierte Preisbildung) sprechen gegen die Strategie, für alle Ländermärkte einen einheitlichen Preis festzulegen, viele (ordnungs-)politische Restriktionen (bspw. Preisbindung, Minimal-, Maximalpreis).
- Einkaufsagent
- Auf den Einkauf in einem bzw. mehreren gleichartigen Ländermärkten spezialisierter Dienstleister. Aufgrund seiner spezifischen Marktkenntnisse kann er einem ausländischen Auftraggeber (quantitativ und/oder qualitativ) günstigere Einkaufsmöglichkeiten erschließen, als wenn dieser die gleichen Leistungen selbst beschaffen würde (d.h. per direktem Import). Der 'buying agent' schließt keine Verträge im eigenen Namen ab, sondern agiert als Vertreter seines ausländischen Auftraggebers.
- Einkaufskontor
- Kooperative Beschaffungsorgane insb. von Handelsunternehmen (Dienstleistungshandel). Strategisches Ziel ist die Bündelung von Einkaufsvolumina, um Vorteile bei den Zahlungskonditionen (Zahlungsbedingungen), aber auch Zugang zu internationalen Beschaffungsmärkten zu erlangen.
- Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport
- Regelwerk zur Standardisierung des elektronischen Austausches von Transaktionsdaten (Bestellungen, Rechnungen) zwischen Unternehmen (EDIFACT).
- Embargo
- Verbot des Exports bestimmter ?sensibler? Güter (insb. Erdöl, Waffen u.a. strategische Güter) in bestimmte Länder (z.B. Krisenregionen). Im Gegensatz zum Protektionismus geht es dabei vordergründig nicht um den Schutz heimischer Anbieter, sondern primär darum, politische Interessen gegenüber anderen Staaten zu verfolgen. Anders als die Wirtschaftsblockade ist das Embargo selektiv, d.h. auf einzelne, kritische Güter beschränkt (vgl. z.B. das COCOM-Hochtechnologieembargo oder das Waffenembargo).
- Emerging Markets
- Nicht-industrialisierte Volkswirtschaften mit relativ niedrigem Pro-Kopf-Einkommen, deren Kapitalmärkte unterentwickelt sind und die ein vergleichsweise starkes Wirtschaftswachstum aufweisen. Zu dieser Kategorie von Ländern zählen bspw. Brasilien, Südkorea, Mexiko, Südafrika, Thailand und die Mehrzahl der mittel- und osteuropäischen Länder.