- Europäischer Gerichtshof
- Höchste richterliche Instanz und eines der vier Hauptorgane der Europäischen Union. Dieses 1958 gegründete supranationale Rechtsorgan mit Sitz in Luxemburg ist die Verfassungs- und Rechtschutzinstanz der Europäischen Union. Sie entscheidet über Anwendung und Auslegung der ?Europäischen Verträge? und trägt maßgeblich zur Fortentwicklung des Gemeinschaftsrechts bei (u.a. im Bereich des Verbraucherschutzes).
- Europäischer Rechnungshof
- 1975 gegründet, überprüft dieses Organ der Europäischen Union die Wirtschaftlichkeit der Einnahmen und Ausgaben der verschiedenen Institutionen der Gemeinschaft und berichtet darüber jeweils in einem Jahresbericht. Diese Finanzkontrolle ergänzt die internen Maßnahmen der verschiedenen Gemeinschaftseinrichtungen.
- Europäischer Wirtschaftsraum
- Innereuropäische Freihandelszone, gebildet von den damals 15 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und von drei der vier verbliebenen Mitgliedsstaaten der Europäischen Freihandelszone (EFTA): Island, Liechtenstein und Norwegen.
- Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung
- 1999 gegründet, um die Europäische Gemeinschaft vor den verschiedenen Phänomenen von Wirtschaftskriminalität zu schützen. Zu den Aufgaben von Olaf zählt bspw. die Bekämpfung von Korruption und Steuerflucht, aber auch die Bewältigung EU-spezifischer Probleme wie Zigarettenschmuggel, Mehrwertsteuer-, Milchquoten- oder Strukturfonds-Betrug.
- Europäisches Informationszentrum
- Informiert die 545 Mio. Menschen in den 25 Mitgliedsländern der Europäischen Union über ihre Rechte und Pflichten sowie über Anliegen und Verlauf des europäischen Einigungsprozesses.
- Europäisches Parlament
- Laut §3 der Einheitlichen Europäischen Akte (EEA) die ?Vertretung der Völker der Mitgliedsstaaten? mit Sitz in Straßburg. Die Abgeordneten, deren Zahl seit der letzten Erweiterung auf 732 angewachsen ist, werden in nationalen Wahlen direkt gewählt und wählen dann ihrerseits das Präsidium.
- Europäisches Patent
- Rechtstitel, der gemäß den Richtlinien des am 5.10.1973 geschlossenen und am 7.10.1977 in Kraft getretenen Europäischen Patent-Übereinkommens (EPÜ) vom Europäischen Patentamt (EPA) auf die Dauer von 20 Jahren und für jene Staaten der Europäischen Union erteilt wird, für welche der Antragsteller den dort national wirksamen Rechtsschutz beantragt. Der Antragsteller bestimmt bei der Einreichung seiner Patentanmeldung, für welche der EPO-Staaten das Europäische Patent erteilt werden soll (Benennungsländer).
- Europäisches Patentamt
- Anlässlich des Europäischen Patentübereinkommens (EPÜ) von 1973 mit Sitz in München 1977 gegründetes Organ der Europäischen Patentorganisation (EPO). Neben den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gehören Liechtenstein, Monaco und die Schweiz dieser supranationalen europäischen Organisation an. Zentrale Aufgabe der finanziell und verwaltungsmäßig unabhängigen Institution ist es, Europäische Patente zu erteilen. Zusammenfassend dient das Europäische Patentamt dem Markenschutz.
- Europäisches System der Zentralbanken
- Besteht aus den Zentralbanken der Mitgliedstaaten und der Europäischen Zentralbank (EZB). Das ESZB ist unabhängig und darf daher weder Weisungen der Mitgliedstaaten der Wirtschafts- und Währungsunion noch der europäischen Institutionen entgegennehmen. Die EZB wurde am 1. Juni 1998 offiziell gegründet und übt ihre Funktion seit dem 1. Januar 1999 aus. Hauptaufgabe ist es, für Preisstabilität zu sorgen.
- Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen
- Bewirkt die Vereinheitlichung des volkswirtschaftlichen Rechnungswesens innerhalb der Europäischen Union. Dies schließt u.a. EU-Standards für die Erfassung von Zahlungsbilanz und Input-/Output-Tabellen oder die Weiterentwicklung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zu einer Ökobilanz ein.
- Europäisches Verbraucherzentrum Kiel
- Einrichtung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. Allgemeines Ziel ist es, die Verbraucher darin zu unterstützen, dass sie im Europäischen Binnenmarkt ?grenzenlos? Waren kaufen und Dienstleistungen zu ihrem Vorteil in Anspruch nehmen können.
- European Business Survey
- Seit 1993 jährlich durchgeführte Befragung kleiner und mittlerer Unternehmen in 19 europäischen Ländern (?Mittelstandsumfrage?).
- European Industrial Relations Observatory
- 1997 auf Initiative der Europäischen Kommission gegründet, analysiert und dokumentiert (u.a. im Internet) EIRO Daten der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zu Löhnen und Arbeitszeiten, Tarifverhandlungen, Streiks sowie Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung. Diese werden mit den entsprechenden Angaben aus den Japan, USA und einigen osteuropäischen Staaten verglichen.
- European Retail Round Table
- Arbeitskreis der größten europäischen Handelsunternehmen. Ziele der ERRT sind die Pflege von Beziehungen (insbesondere zu den relevanten Institutionen der Europäischen Union) und die Mitwirkung an bzw. Einwirkung auf handelsrelevante politische Entscheidungen (z.B. Fortschreibung der EU-Umweltpolitik, gesetzliche Rahmenbedingungen für den E-Commerce, Liberalisierung des weltweiten Handels).
- Europol
- supranationale Behörde mit Sitz in Den Haag. Wie im Vertrag über die Europäische Union festgelegt, soll sie allgemein und europaweit, d.h. innerhalb der Gemeinschaft, Informationsaustausch und Kooperation zwischen den nationalen Polizeibehörden fördern. Vor allem die grenzüberschreitende Schwerkriminalität sowie Drogenhandel und Terrorismus sollen dadurch effektiver bekämpft werden.
- EuroShop
- Weltweit größte Investitionsgütermesse des Handels, die einen großen Anteil ausländischer Fachbesucher anzieht. Seit 1966 findet diese Fachmesse für Ladeneinrichtungen und Handelstechnik alle drei Jahre in Düsseldorf statt.
- EUROSTAT
- Statistisches Amt der Europäischen Union. Aufgabe dieser in Luxemburg ansässigen Institution ist es, von den nationalen Statistischen Ämtern vergleichende Daten über Preis-, Arbeitsmarkt- und Regionalentwicklung, volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Intra-Handel und Welthandel zu erfassen, zu dokumentieren und den Organen der EU (insb. der Europäischen Kommission) zur Verfügung zu stellen. Das methodologische Problem der Äquivalenz der gesammelten Daten wird für EUROSTAT insofern praktisch relevant, als nur vergleichbare Daten Grundlage des Verteilungsschlüssels für die Gemeinschaftsfonds sein und Entscheidungen begründen können, die allgemein Akzeptanz finden.
- Event Management-Theorie
- Geht davon aus, dass (auch) in Organisationen und Institutionen aller Art Ereignisse mehrdeutig und somit interpretationsbedürftig bzw. -fähig sind. Bei der Sinngebung können sich Angehörige dieser Einrichtungen (z.B. Manager) prinzipiell an formalen Regeln (u.a. Führungsleitsätze), den ?ungeschriebenen Gesetzen? der Organisation (Unternehmenskultur), Traditionen oder dem eigenen Weltbild orientieren.
- Evolutionspsychologie
- Versucht zu erklären, warum der Mensch im Laufe der Evolution so komplexe Kulturleistungen wie Sprache, Humor oder Kunst entwickelt hat. Ursprung menschlicher Kulturleistungen ist demnach nicht, wie von der klassischen Evolutionstheorie angenommen, der Kampf ums Überleben und die Suche nach Überlebensvorteilen, sondern die Partnerwerbung. Die Grundannahme der Evolutionspsychologen lautet: Wie jedes andere Organ, so hat sich auch das Gehirn im Laufe der Stammesgeschichte entwickelt.
- Existenzgründung
- In dynamisch wachsenden Ländern primär Ausdruck von Optimismus, Chancenorientierung und Vertrauen in die Marktfähigkeit der vom Existenzgründer angebotenen Produkte bzw. Dienstleistungen. In rezessiven Industriestaaten (z.B. Japan) und in weniger entwickelten Volkswirtschaften (Entwicklungs- und Schwellenländer) wird der Weg in die Selbständigkeit dagegen häufiger aus einer wirtschaftlichen Notlage heraus beschritten.
- Exotisierung
- Teils naiv verklärende, teils häufig unbewusst abwertende Darstellung des Fremden, wie sie bspw. in der Reiseliteratur des 19. Jahrhunderts und in den Reiseführern des 20. Jahrhunderts sichtbar wird. Mit Hilfe der Prinzipien der sozialen Wahrnehmung (z.B. Länderstereotyp, Selbstbild, Vorurteil) werden die in der eigenen Kultur tradierten Klischees über die jeweilige Fremdkultur als eine Art von ?sich selbst erfüllender Prophezeiung? reproduziert.
- Expatriate
- Mitarbeiter, die von ihrem Unternehmen aus beruflichen Gründen für längere Zeit ins Ausland entsandt werden. Anders als der Emigrant lebt bzw. arbeitet der Expatriate nicht auf Dauer im Ausland.
- Export-Factoring
- Variante des Factoring. Hierbei verkauft der Exporteur seine aus dem Exportgeschäft erwachsende Forderung an einen inländischen Factor. Dieser wiederum sichert sich dadurch ab, dass er sich von einem ausländischen Korrespondenz-Factor, mit dem er gewöhnlich zusammenarbeitet, eine Haftungszusage für den Importeur geben lässt.
- Export-Performance
- Ein von der OECD entwickelter Indikator der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Dabei wird die Exportdynamik eines Landes, d.h. die Veränderung seines Exportvolumens, mit der entsprechenden Entwicklung seiner Absatzmärkte in Beziehung gesetzt.
- export21
- Kongressmesse mit den Schwerpunkten Export und Direktinvestitionen, die Dezember 2004 erstmals in Frankfurt/Main stattfand. Dort werden Unternehmenskonzepte und Dienstleistungen zu den Themen Kommunikation, Sourcing, Produktion und Logistik, Finanzierung, Risikomanagement sowie Unternehmensführung im Ausland vorgestellt.