- Distanzmaße
- Geben Antwort auf die Frage, wie stark ein Objekt (z.B. Ländermarkt, Cluster, Person, Produkt) einem anderen ähnelt bzw. sich von diesem unterscheidet. Antwort geben so genannte Proximitätsmaße. Zusammen mit den Ähnlichkeitsmaßen gehören Distanz- bzw. Unähnlichkeitsmaße der Kategorie der Proximitätsmaße an.
- Diversity Management
- Teilgebiet des Human Resources Management (HRM). Man kann Diversity Management auch als ?HRM in kulturell heterogenen Unternehmen? begreifen. Vorläufer dieser Funktion waren das ® Internationale Personalmanagement und das Interkulturelle Personalmanagement.
- Diversity Training
- Wird von Unternehmen durchgeführt, die Mitarbeiter aus verschiedenen Kulturen beschäftigen, um die interne Zusammenarbeit zu verbessern. Hierbei spielt die Förderung interkultureller Kompetenz eine Schlüsselrolle.
- Doha-Runde
- Im November 2001 in Doha, einer in Katar am Persischen Golf gelegenen Hafenstadt begonnene Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation (WTO). Wie bei den vorangegangenen Verhandlungsrunden, so besteht das wichtigste Ziel erneut darin, den Abbau von Handelshemmnissen fortzuführen, angefangen bei den klassischen Zöllen bis hin zu der Vielzahl diskriminierender nationaler Regulierungen.
- Dokumenten-Akkreditiv
- Variante des Akkreditivs, das dann im internationalen Handel eingesetzt wird, wenn sich die Vertragspartner nicht hinreichend gut kennen. Dabei wird die Akkreditivbank (i.A. die Bank des Importeurs) den Zahlungsfluss erst dann auslösen, wenn der Begünstigte (i.A. der Exporteur) ganz bestimmte (Export-)Dokumente vorlegt, die den vertragsgemäßen Versand der zu bezahlenden Leistung eindeutig belegen.
- Doppelbesteuerung
- Liegt dann vor, wenn internationale Unternehmen dieselben Einkünfte in demselben Zeitraum in mehreren Staaten in gleicher oder vergleichbarer Höhe versteuern müssen. Dass ein Sachverhalt in die Steuerhoheit von zwei oder mehreren Ländern fällt, ist dann möglich, wenn als so genannter Anknüpfungspunkt der Besteuerung konkurrierende persönliche Kriterien oder sowohl persönliche als auch sachliche Kriterien berücksichtigt werden.
- Doppelbesteuerungsabkommen
- Haben zum Ziel, Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Einkommens- und Vermögenssteuern zu vermeiden. Die bedeutendsten dieser zweiseitigen völkerrechtlichen Verträge, die Allgemeinen Doppelbesteuerungsabkommen, weisen in jedem bilateralen Einzelfall das Besteuerungsrecht dem einen oder anderen Vertragsstaat zu oder teilen dieses auf.
- Downgrading
- Strategie im Rahmen der internationalen Produktpolitik. Ausgehend von einer Wertanalyse werden preisgünstigere, da vereinfachte Produktvarianten entwickelt, um auch weniger kaufkräftige Ländermärkte (bspw. nach Maßgabe des durchschnittlichen Nettohaushaltseinkommens) zu erschließen. Entsprechend handelt es sich um Upgrading, wenn in anspruchsvolleren bzw. kaufkräftigeren Ländermärkten höherwertige Produktvarianten angeboten werden.
- Downstream-Arbeitsteilung
- Import von Vorprodukten, die am eigenen Standort zu einem wettbewerbsfähigen Endprodukt veredelt und anschließend exportiert werden.
- Downstream-Branche
- Ist innerhalb der Wertschöpfungskette des fokalen Unternehmens nachgelagert (d.h. vor allem Handelsunternehmen). Davon abzugrenzen sind Upstream-Branchen.
- Dragoman
- Ursprünglich: im Nahen Osten Einheimischer, der als Fremdenführer bzw. offizieller Übersetzer tätig ist. Im übertragenen Sinn wird ein Mittler zwischen Orient und Okzident als Dragoman bezeichnet.
- Dritter Weg
- Vorstellung einer idealen Wirtschaftsordnung, die eine Alternative zur Dauer-Kontroverse Kapitalismus vs. Sozialismus eröffnet.
- Dual Use-Güter
- Güter, die sowohl militärisch als auch industriell genutzt werden können. Sie dürfen gemäß der EG-Dual-Use-Verordnung von 1994 grundsätzlich nicht ohne Ausfuhrgenehmigung exportiert werden.
- Duale Internationalisierungsstrategie
- Liegt dann vor, wenn ein Unternehmen in verschiedenen Ländermärkten unterschiedliche Wettbewerbsstrategien verfolgt (sich also z.B. in Land A durch Kostenvorteile einen Wettbewerbsvorteil zu sichern sucht, in Land B hingegen dafür Differenzierungsvorteile einsetzt).
- Due Diligence
- Prüfung von Akquisitionskandidaten hinsichtlich ihres Fits mit dem übernehmenden Unternehmen (z.B. hinsichtlich Finanzstruktur, Organisationsstruktur, strategischer Stimmigkeit, kultureller Distanz).
- Dumping
- Von Artikel VI des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens grundsätzlich untersagte Variante der internationalen Preisdifferenzierung. Die Anti-Dumping-Verordnung der Europäischen Union unterstellt in Anlehnung an das GATT diesen Tatbestand, wenn eine Ware zu einem geringeren Preis in den Geltungsbereich der Gemeinschaft eingeführt werden soll als gleichartige Ware im normalen Handelsverkehr des Ausfuhrlandes zum dortigen Ge- oder Verbrauch angeboten wird (dieses ist zumeist, aber nicht immer das Ursprungsland).
- E Trade-Center
- Bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) angesiedelt. Die zentrale Geschäftskontaktbörse im Internet ermöglicht es den Unternehmen, weltweit Geschäftsbeziehungen zu recherchieren. Neben den Kontakt-Datenbanken der elf so genannten Premiumpartner erschließt das E Trade-Center dank der Vernetzung mit iXPOS die Angebote aller 59 Akteure des ?Serviceverbunds Außenwirtschaft?.
- E-Commerce
- Bezeichnet, eng gefasst, den elektronischen Handel und im weiteren Sinn jede Form elektronisch unterstützter Geschäftstätigkeit (E-Business).
- E-Government
- Strategie, (öffentliche) Verwaltungen durch elektronisch unterstützte ?Prozesse? (d.h. Verwaltungsabläufe) effizienter zu gestalten.
- EASA-System
- Dieses System der grenzüberschreitenden Beschwerden verfolgt das gleiche Ziel wie das Herkunftslandprinzip. Werbung, die in mehreren Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verbreitet wird, soll nur den gesetzlichen oder sonstigen Vorgaben eines Landes entsprechen müssen. Konkret bedeutet dies, dass Medienwerbung die Regeln jenes Landes zu befolgen hat, in dem der Werbeträger erscheint.
- Economic and Financial Council
- Rat der Finanzminister der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (ECOFINS).
- Economic Commission for Europe
- Erste, 1947 gegründete regionale Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen (für Europa). Anfänglich, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, verfolgte die in Genf ansässige ECE vor allem das Ziel des Wiederaufbaus Europas. Später stand die Koordinationsfunktion zwischen West- und Osteuropa bzw. zwischen der Europäischen Union und den MOE-Staaten sowie den GUS-Staaten im Mittelpunkt der Aufgaben.
- Economic Freedom Index
- Vom Fraser Institute, Vancouver, entwickelte Maßzahl der wirtschaftlichen Freiheit.
- ECOSOC
- Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (= Economic and Social Council).
- Effektivität
- Meint den Umstand, dass ein (Unternehmens-)Ziel erreicht wurde bzw. werden muss, unabhängig von Art und Ausmaß der hierzu eingesetzten Mittel.